Pizzen

Neuer Blogbeitrag, erneuter Nervenzusammenbruch. So fühle ich mich, seit ich beschlossen habe eine komplette Reihe zum Thema Blockchain zu schreiben. Tja, sSkM – Selbst Schuld, kein Mitleid. Da ich dir heute erkläre (so zumindest der Plan) was eine Blockchain denn nun genau ist würde ich sagen:”Let’s get this party started!” 🎉

 

Was ist denn nun eine Blockchain?

Stell dir vor, deine Freunde treffen sich jede Woche zum Pizza-Wettessen. Derjenige, der seine Pizza zuletzt aufisst, muss für alle bezahlen. Sie beschließen sämtliche Regeln, Verbote und Abmachungen in einem Vertrag festzuhalten. Da deine Freunde natürlich nicht von gestern sind, halten sie ihr Abkommen digital fest und entscheiden sich gegen Tontafeln.

Alle speichern sich diesen Vertrag selbst auf ihrem Computer ab und beschließen regelmäßig Updates durchzuführen, denen die Mehrheit von ihnen zustimmen muss. Erst dann werden die neuen Vereinbarungen an die bereits bestehenden gehängt. Du hältst dich für den perfekten Kandidaten, immerhin fließt durch deine Adern kein Blut, sondern Tomatensoße und geschmolzener Käse, und möchtest mitmachen. Nichts leichter als das! Die Datei kopierst du dir einfach von einem deiner Freunde, somit hast auch du die gesamten Vertragsinhalte abgespeichert.

 

Hääääää?

Im Grunde beschreibt der Pizza-Vertrag eine Blockchain. Um einen sehr gebildeten Eindruck zu hinterlassen übertrage ich unser Beispiel nun auf die “wissenschaftlicher klingende” Definition:

Eine digitale Datei (=unser Pizza-Vertrag), die die Daten einer Gruppe enthält (= alle Vertragsinhalte, Teilnehmer, etc.) nennt man Blockchain. Um Teil der Gruppe zu werden, kopiert man sich diese Datei von einem anderen Teilnehmer und gelangt so ebenfalls zur gesamten Information. Genau das hast du gemacht, als du dir den Vertrag von einem deiner  Freunde kopiert hast, um zur Pizza-Wettess-Gruppe zu gehören.

Damit keine Missverständnisse aufkommen können und alle jederzeit über dieselbe Datei verfügen, werden Updates in regelmäßigen Zeitblöcken durchgeführt.

Diese Updates werden in der Datei aneinandergekettet, daher auch der Name “Blockchain” (dt.: “Blockkette”). Auch deine Freunde haben beschlossen, regelmäßige Updates durchzuführen, denen die Mehrheit von ihnen zustimmen muss, bevor sie an die bereits bestehenden Vertragsinhalte gehängt werden.

So kann niemand über andere bestimmen, da alle Gruppenmitglieder gleichwertig sind. Außerdem ist es dadurch möglich anhand der eigenen Datei zu kontrollieren, ob eine Aussage zum Inhalt korrekt ist. Beispielsweise könnte einer deiner Freunde behaupten, dass es nicht erlaubt ist, die Pizza vor dem Wettessen in Stücke zu schneiden. Jedes Gruppenmitglied kann nun in der eigenen Datei nachsehen, ob ihr diese Vereinbarung getroffen habt, oder nicht. Ihr müsst euch also nicht auf eine zentrale Instanz (z.B.: eine einzelne Person eurer Gruppe) verlassen.

 

Quellenangabe: Dr. Hosp, Julian: Blockchain 2.0 – einfach erklärt – weit mehr als nur Bitcoin. S. 42. 2. Auflage. Finanzbuchverlag, 2018.
 
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