Warum Blockchains so bombe sind_Technologieengel

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass mich das Thema Blockchain schon einige Nerven gekostet hat. Ich kann mich noch gut an eine Unterhaltung erinnern, die ich mit mir selbst geführt habe, nachdem ich zum ersten Mal etwas über die Blockkette gelesen habe.

 

Ich: “Boah, ich habe echt keinen Plan, was ich da grade gelesen habe!”

“War das wirklich deutsch?”

“Vielleicht muss ich den Text einfach nochmal lesen.”

………………..

“Nope, immer noch keine Erleuchtung.”

“Oh wow, es gibt Millionen an Beiträgen, Videos und Bücher zu dem Thema?!”

“Gefühlt jeder zweite Artikel trägt den Titel “Blockchain – Die Revolution der digitalisierten Zukunft.”

“Pffff, was finden die denn alle so Bombe daran?”

Here we are, einige Monate später. Und ich schreibe doch tatsächlich was über die Vorteile einer Blockchain.

Was ist denn nun so Bombe an einer Blockchain?

Dafür musst du natürlich erstmal wissen was eine Blockchain ist und was dahinter steckt. Hast du das erstmal verstanden, ahnst du vielleicht auch schon, warum viele die Blockchain sehr schätzen.

Unveränderbarkeit

Sobald neue Daten in die Blockchain eingetragen werden und auf allen Servern unabhängig abgespeichert werden können, müssen die Gruppenmitglieder zum Konsensus kommen. Je größer die “Blockchain-Community” ist, desto höhere Kosten fallen dafür an. Um bereits eingetragene Daten wieder zu ändern, müssen die gleichen Kosten erneut aufgewendet werden.

Da alle Informationsblöcke innerhalb einer Blockchain miteinander verknüpft sind muss nicht nur der Block in dem die Information gespeichert ist ausgetauscht werden, sondern auch alle folgenden. Je älter also eingetragene Daten sind, desto teurer ist es, sie nachträglich zu ändern. Änderungskosten sind somit meist teurer als der Wert der neu eingetragenen Information und würden einen wirtschaftlichen Verlust bedeuten. Daher werden Blockchains als nahezu unveränderlich bezeichnet.

 

Sicherheit

 

Die Daten der Blockchain sind auf allen Servern der Teilnehmer identisch. Das fördert nicht nur die Integrität der gespeicherten Daten, sondern macht Hackerangriffe nahezu unmöglich.

 

Vertrauen 

 

Da Blockchains auf Kryptografie (= Verschlüsselung von Informationen) und Mathematik (z.B.: Algorithmen) basieren, lassen sie sich klar nachrechnen und zwar von jedem. Kultur, Rasse, Geschlecht, Glaubensstrukturen, etc. spielen keine Rolle. Fast widerspruchslos einigt sich die Welt auf die Fakten der Mathematik. Die universellen mathematischen Regeln bilden den Grundstein für das Vertrauen in die Blockchain-Technologie.

 

Transparenz und Privatsphäre

 

Je nach Bedarf gewährleistet eine Blockchain Nachprüfbarkeit und Transparenz, oder Anonymität und Vertraulichkeit. Wurde eine Blockchain zum Beispiel mit einem Algorithmus kreiert der eine transparente Update-Übersicht zulässt, steht der vollen Transparenz nichts im Weg. Vertrauensbildende Zwischeninstanzen wie Banken, Notare oder gar Staaten werden bei Transaktionen, die zwischen den Teilnehmern erfolgen, überflüssig. Diese automatisierten Geschäftsprozesse sparen wiederum Kosten und Zeit.

 

Auf der anderen Seite kann man allein durch die Erstellung eines Privat Keys ohne weitere Verifizierung durch E-Mail-Adresse oder Handynummer, an der Blockchain teilhaben. So kann jeder anonym agieren, ohne preisgeben zu müssen, wer oder was einen Privat Key kontrolliert. Durch bestimmte Rückrechnungen lassen sich jedoch gewisse Rückschlüsse zur Identität eines Nutzers ziehen. Blockchains werden daher oft als “pseudoanonym” bezeichnet.

Natürlich habe ich hier nicht alle Vorteile aufgezählt, das würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Nächste Woche sehen wir uns die andere Seite der Medaille an – Nachteile der Blockchain. Bis dahin 👋

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